Lemmie

Kapelle

Geschichte der Kapelle

Die Kapelle mag etwa um 1600 errichtet sein. Erstmals urkundlich erwähnt wurde sie im Lagerbuch des Amtes Calenberg im Jahre 1681. Ursprünglich ganz in Fachwerk-Bauweise errichtet, wurde später die Westwand in Bruchstein vorgesetzt, um den nach Westen neigenden Fachwerk Halt zu geben. 1881 haben die Tischler bei einer Renovierung einen Podest für den Altar gebaut, auf den sie die Worte schrieben: Gott segne einen jeden, der hier niederkniet. Im Jahr 1934 beschloss der Kapellenvorstand die alte baufällige Kapelle abreißen zu lassen und an derselben Stelle eine neue zu bauen. Ein halbes Jahr später tritt ein Sinneswandel ein, denn nun will man das Dach der Kapelle umdecken lassen, die Tür und die Fenster sollen erneuert werden.

1935 erfolgte dann die Renovierung, bei der auch die Uhr in den kleinen Glockenturm gesetzt wurde. Am 18. Oktober 1943 wurde die Rückwand der Kapelle durch Bombeneinwirkung zerstört. Es wurde lange überlegt, ob eine größere modernere Kapelle gebaut werden sollte. Man hat sich dann aber zur Restauration entschieden.

1953 bekam die Kapelle eine neue elektrische Beleuchtung und eine elektrische Heizung. 1962 beschäftigte sich der Kapellenvorstand mit einer neuerlichen Renovierung der Kapelle. Da das Geld wohl nicht reichte, war der Kapellenvorstand erst 1965 soweit, die Erneuerung der Kapelle in Angriff zu nehmen und erfolgreich abzuschließen. Am 17. Dezember 1966 wurde die Kapelle in der jetzigen Form eingeweiht. Im Oktober 1982 bekam die Kapelle eine neue Außentür aus Eichenholz. Auch Kupferdachrinnen wollte man anbringen lassen, doch die Denkmalspflege war dagegen und so muss das Lemmie Gotteshaus auch weiterhin ohne Dachrinnen auskommen. Im November 2008 wurde die Kapelle mit einem neuen Innen -und Außenanstrich versehen.

Seit der Reformation gehört die Kapelle zur Muttergemeinde Gehrden. Als Lemmie seinen Lehrer bekam, der auch gleichzeitig Küster war, wohnte dieser in der 1776 unmittelbar hinter der Kapelle gebauten Schule. Er versah seinen Dienst in der Kapelle. Hier hielt er Betstunden, Konfirmandenunterricht, Kindergottesdienst, las aus der Postille, hielt auch die Beerdigungen. 1934 wurde das Vereinigte Kirchen- und Schulamt getrennt. Nur der Kindergottesdienst wurde weiter vom Lehrer gehalten. Ein Pastor kam im Frühjahr und Herbst für die Menschen in Lemmie zum Abendmahl. Erst nach dem 2. Weltkrieg wurden die zur Mutterkirche Gehrden gehörende Kapelle auch Predigtstätte. Monatlich einmal und zu allen Festzeiten finden nun in Lemmie Gottesdienste statt.